Schüler berichten über den Austausch mit München – 2002

http://www.whg.musin.de/

Der Unterschied zwischen dem Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium und dem Gymnase de Morges.

Der erste grosse Unterschied ist,dass es im Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium ungefähr tausend Schüler gibt. In einer Klasse gibt es oft bis dreissig Schüler. Bei uns im Gegenteil sind höchstens vierundzwanzig Schüler. In München sind alle Räume geschlossen, weil der Direktor von diesem Gymnasium streng und gut organisiert ist. Oder vielleicht, weil die Lehrer kein Vertrauen in die kleinen Schüler haben. In der Tat gibt es in einem gleichen Gebäude Schüler, die zwischen zehn und zwanzig sind. In Morges haben wir Schüler, die zwischen fünfzehn und achtzehn sind.

In Morges ist das Material für die Schule fast neu, aber die Klassenzimmer sind sehr klein, weil das Gymnasium eigentlich ein Bürohaus ist. Im Gegenteil dazu sieht in dem Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium das Material alt aus. Unser erster Eindruck war, dass dieses Gymnasium sehr gross ist.

Der Stundenplan ist ganz anders als unserer. Jeden Tag beginnen sie um acht Uhr und sind um eins fertig. Sie haben zwei zwanzig-Minuten-Pausen und keine Mittagspause. Bei uns ist es gar nicht so: Erstens sind wir meistens um drei oder vier Uhr fertig, und haben am Morgen eine zwanzig-Minuten-Pause. Zweitens haben wir fünfundvierzig Minuten Zeit für das Mittagessen.

Alexandrine/Olivia

DACHAU

Wir sind am 10.April nach Dachau gefahren. Die ganze Klasse ist mitgekommen. Dachau war ein Konzentrationslager während des zweiten Weltkrieges. Dachau war das erste Konzentrationslager Deutschlands. Es diente als Vorbild für alle anderen Konzentrationslager. Hier wurden die wichtigsten Nazioffiziere geschult. Die Gaskammer von Dachau wurde jedoch nie in Gebrauch genommen. Dachau war ein Arbeitslager. Auf dem Eingangstor steht geschrieben: “Arbeit macht frei.“ Dieser Spruch ist ein Euphemismus. Er zeigt uns, dass die einzige Möglichkeit zu überleben darin bestand, wie Nutztiere zu arbeiten. Die Freiheit fanden die Arbeiter jedoch nur im Tod. Nach unzähligen Misshandlungen wie Folterung wegen jeder Kleinigkeit. Die Gefangenen mussten den ganzen Tag schwer arbeiten, bekamen nur eine ganz wenig zu essen, was nicht ausreichend war. Deshalb wurden sie mager und schwach. Als die Amerikaner 1945 kamen, um sie zu befreien, waren sie schockiert, nur Skelette und Leichen vorzufinden.

Die Führerin hat uns erklärt, dass die Gefangenen bei ihrer Ankunft alle ihre Sachen abgeben mussten. Dann wurden sie rasiert, so verloren sie ihre Identität.

Als wir beim Lager ankamen, konnten wir die bedrückende Stimmung fühlen, die dort war. Das war für viele von uns das erste Mal, dass wir ein Lager besichtigten konnten und somit so stark mit dem Krieg in Verbindung kamen.

Für uns ist es so verrückt zu denken, dass es vor nur sechzig Jahre passiert ist.

Morgane, Aurélie, Anne-Cécile

Der Englische Garten

Der englische Garten ist ein grosser Park in der Mitte von München, der den Einwohnern dieser Stadt einen Kontakt mit der Natur erlaubt. Sie können dort spazieren gehen, joggen, sich erholen, im Sommer baden, auf der Wiese liegen und sich mit Freunden oder Familie im Biergarten treffen. Dort sind die Kinder auch glücklich. Wenn ihnen die grüne Wiese nicht reicht, können sie auf einem der vielen Spielplätze Spass haben. Ausserdem kann man während dem Spaziergang in den Bäumen ab und zu ein Tier erblicken, wie zum Beispiel einen besonderen Vogel oder ein Eichhörnchen.

Und wen trifft man denn in diesem Garten ? Jeden, und das ist eben das Tolle daran ! Junge Familien, die picknicken gehen; Ältere Leute, die mit ihrem Hund spazieren gehen und sich an die ehemaligen Zeiten erinnern; verliebte Jugendliche, die die Kinder beim Spielen beobachten und sich auf ihre Zukunft freuen; Geschäftsleute, die sich nach einem langen Tag ein wenig entspannen möchten; Philosophen, die über das Leben in der Stadt nachdenken; Schriftsteller, die sich von der Natur inspirieren lassen; Zauberer, die nicht nur die Kinder faszinieren; FKK-Leute, die sich von keinem stören lassen; Studenten, die auf der Wiese lernen oder wenigstens so aussehen; und auch noch Afrikaner, Inder und viele andere, die Musik spielen und uns dadurch für einen Augenblick entführen, weit von den Geräuschen der Stadt...

Man könnte vielleicht sogar behaupten, dass der englische Garten ein Treffpunkt der Kulturen ist. Vom bayrischen Biergarten neben dem chinesischen Turm bis zum griechischen Monopteos gibt es was für jeden Geschmack.

Wir persönlich durften einen Teil des englischen Gartens an einem wunderschönen, milden sonnigen Tag geniessen. Wir sassen gemütlich mit unseren Austauschpartnern am chinesischem Turm und probierten das köstliche Bier und die frischen salzigen Brezn. Dann gingen wir noch ein wenig unter den Bäumen spazieren, setzten uns hin und plauderten anschliessend noch ein wenig über unsere Erlebnisse in München. Es war herrlich...

Deborah Sohlbank / Barbara Dellwo

Ein Wochenende in einer Münchner Familie

Der Tag beginnt gegen elf Uhr. Ein riesiges Brunch wartet auf uns. Zu dem Brot können wir zwischen Butter, Marmelade, Schinken, Käse, Honig, oder Apfelmus wählen. Es gibt noch Eier, Fisch und Obst. Der Tag hat schön  angefangen!

Am Anfang des Nachmittages machen wir einen Ausflug. Für uns war es der Olympiapark. Die Strassen sind ruhig am Sonntag. Zuerst sind wir auf den Turm eingestiegen. Dort können wir die ganze Stadt sehen. Was für eine bemerkenswerte Aussicht! Wagen werden kleine Spielsachen und Leute Ameisen. Wir haben auch die Möglichkeit, höher hinauf zu gehen. Es gab viel kalten Wind und es schien uns, dass wir erfrieren und wegfliegen würden. Unten haben einige Minigolf gespielt, während andere spazieren gegangen sind, um den Park zu besuchen. Trotz des Brunches waren manche noch hungrig. Es erklärt den kleinen lächerlichen Tanz vor dem Hotdogverkäufer, um ein gratis Sandwich zu bekommen. Unnötig zu sagen, dass es ein Reinfall war!

Nach dem Abendessen haben wir 2 Euro bezahlt, um in einer Gartenhütte, wo es eine Kinderparty mit toller Musik gab, zu sein. Glücklicherweise gab es Bier und Wein! Ein Münchner „Gangster“ hat versucht, einem Schweizer 30 Euro zu stehlen. Präzisieren wir, dass der Schweizer betrunken war. Spät in der Nacht fährt die Mehrheit wieder nach Hause, und zwar mit dem Rad. Es war schwer für blaue Schüler und lustig für die anderen. Nach diesem anstrengenden Tag  wartete unser Bett auf uns. Gute Nacht und bis morgen!!!

Warnung: es handelt sich um ein kunterbuntes Gemisch von unserem Wochenende in München.

Sabrina & Lisa

Das Essen

Wurst, Bretz´n, Sauerkraut und am Ende Bier sind die typische Sachen, die wir gegessen haben.

Wir haben  meistens wie zu Hause gegessen. Was wir am meisten gegessen  haben  oder, was wir essen konnten:

-zum Frühstück

wie in der Schweiz: Brötchen mit Butter und Konfitüre, Wurst, Schinken. Zu trinken: Wasser, Tee, Kaffee.

-zum Mittagessen haben wir nur Sandwiches gegessen

-zum Abendessen haben wir zum Beispiel Pizza, Kartoffeln, Fastfood, Eier, Schnitzel, Pasta, Salat, Gemüse und Torte gegessen.

Noten für Münchner Spezialitäten :

Wurst : 7/10

Bretz´n :  8/10

Bier : 10/10

Sauerkraut :  8/10

Am Ende ;

das Essen : 8/10

David/ Lionel

Die Autos in München

Unsere erste Feststellung  war, dass es hier so viele deutsche Autos gibt: BMW, Audi, VW,... In der Schweiz können wir auch deutsche Autos sehen, aber nicht so viele wie hier, weil der Preis höher ist, auf jeden Fall für die BMWs und die Audis.

Hier in München können wir nur neue Autos sehen, warum können wir nicht erklären! Das ist unser Eindruck natürlich!

Wir finden, dass die Deutschen viele Risiken nehmen, wenn sie fahren. Sie passen auf nichts auf, weder auf die Fussgänger und Fahrräder, noch auf die anderen  Autos. Sie fahren auch  zu schnell, wo es viel Gefahr gibt, zum Beispiel in der Nähe von einer  Schule...

Die Deutschen legen  ihr Geld in Autos an, sie kaufen ein schönes Auto, aber sie fahren so schlecht, dass sie oft Unfälle haben. Darum müssen sie immer Geld ausgeben  für ihre Autos. Deshalb wohnen viele Familien in einer Wohnung ,aber haben  zwei schöne Autos vor dem Haus.

Leo/Sabine

Dachau

Das Konzentrationslager von Dachau ist wie ein Gefängnis, wo man arbeiten musste. Dort sind viele Leute aus verschiedenen Gründen gestorben, wie zum Beispiel, Hungersnot, Typhus und weil sie bis zum Tod geschlagen wurden.

Das Konzentrationslager ist sehr gross und besteht aus mehreren Gebäuden, die man sehen kann, wie zum Beispiel, das Krematorium, Türme und der Bunker, wo man die Leute schlecht behandelte.

Der Ort hat uns nicht viel beeindruckt, aber das Video hat uns berührt. Ausserdem war es auf Französisch. Es erzählte, wie das Konzentrationslager am Ende des Krieges aussah.

Das Wetter war sehr kalt und windig. So konnte man sich vorstellen, wie schlecht die Bedingungen  waren, unter denen die Menschen dort leben mussten.

Matthieu C. et Nicolas G.

Was würde die Münchner in der Schweiz überraschen?

Die Größe

Morges ist eine sehr kleine Stadt mit nur 15000 Einwohnern. Für Deutschland ist das sehr klein, aber in der Schweiz  ist das eine normale Stadt. Die Münchner würden keine Probleme in solchen Städten finden. Viele werden in einem Dorf von Maximum 5000 Einwohnern wohnen. Zum Beispiel : als ich meiner Familie gesagt habe, daß mein Dorf nur 600 Einwohner hat, fand sie das sehr lustig.

Die Transportmittel

Wir haben nicht so oft Busse oder Züge. Am Abend sind die Busse nur bis ungefähr 8 Uhr. Die Züge sind bis Mitternacht. Die Radfahrer werden nicht so gut respektiert. Zum Beispiel gibt es weniger Radfahrwege.

Der Abfall

In der Stadt gibt es keinen sortierten Abfall. Hier sind meistens die Abfälle sortiert.

Die Rauchen

Die Jugendlichen rauchen Zigaretten im Gymnasium und das macht keine Probleme. Das ist nicht das Problem des Gymnasiums, sondern das ist das Problem der Jugend. Die Zigaretten sind nicht mehr Tabu. Wegen dem Marihuana haben die Schweizer weniger Angst, öffentlich zu rauchen.

Die Nahrung

Am Morgen essen wir keinen Käse oder Fleisch. Wir essen nur Marmelade, Honig, Bircher oder Cornflakes. Wir haben guten Käse. Wir sind selbständiger, um das Frühstück vorzubereiten. Wir müssen  es uns selber präparieren.

Valérie Corboz, Nicolas Gfeller

Mißverständnisse

Als der kleine Nicolas am Abend mit seinem Austauschschüler  war, fragte Stefan ob er ins Bad gehen wollte. Nicolas hatte aber die Frage „Bist du müde ?“ verstanden. Und antwortete darauf „nein“. Er wollte dann ins Bad gehen, er verstand nicht warum jetzt plötzlich Stephan im Bad war.

Als wir von unserer kleinen Wanderung zurück kamen mußten wir die U-Bahn nehmen. Alle mußten nicht an der selben Haltestelle aussteigen. An einer dieser Haltestellen hörten wir, dass jemand „aussteigen“ rief. Alle Schweizer stiegen also aus der U-Bahn. Es hätten aber nicht alle aussteigen sollen, weil es für manche Austauschschüler noch weiter war. Ungefähr fünf Personen standen somit ohne jemanden, der sie führen konnte. Darum mußten die Münchener (sehr verärgert) zurückkommen.

Mit der U-Bahn hatten wir auch eine andere Geschichte. Wir wollten unseren Austauschschülern aus der Bahn folgen (an der richtigen Haltestelle), da schloß sich die Tür plötzlich vor uns und machte sich nicht mehr auf. Damit mußten wir aus der anderen Tür aussteigen, die aber die andere Seite der U-Bahn war. Dann sahen wir, dass wir auf der Seite der Ankunft standen, wo die Treppen nur ankamen (also in die falsche Richtung gingen). Zuerst wußten wir nicht, wie wir wieder die anderen erreichen konnten. Manche versuchten, auf die Treppen in die falsche Richtung zu rennen, während niemand da war, aber alle konnten es nicht machen. Anschließend fanden wir einen Lift, und konnten damit wieder zu den anderen  kommen.

Das waren alle Mißverständnisse, die wir in München erlebt haben.

Manuel Zenger/Stéphane Brutsche

München, den 15. April 2002.

Was hat uns in München erstaunt

Zuerst kann man sagen, dass die Stadt sehr gut organisiert ist. Wir haben viele Beispiele:

Es gibt viele Verkehrsmittel, die sehr gut organisiert sind.

Der Fahrplan ist total vollständig.

Die Weise, wie man die Rolltreppe nimmt, ist sehr praktisch, weil es zwei Seiten gibt, eine für die Eiligen und eine für die Uneiligen.

Für die Ökologie sind die Eimer sehr gut hergestellt, weil es drei Löcher gibt für die verschiedenen Abfälle.

Die Geschäfte sind bis acht Uhr geöffnet.

Es gibt zwei Gehwege, einen für die Fussgänger und den anderen für die Fahrräder.

Am frühen Morgen gibt es Busse alle fünf Minuten.

Sonst es gibt alle anderen Sachen, die uns erstaunt haben:

Zum Frühstück essen die Leute Brot mit Käse und Fleisch, ein sehr reichliches Frühstück.

Die Schule ist um eins Uhr fertig, und die Schülern müssen in der vierten Klasse  beschliessen, in welche Schule sie gehen werden und wir finden das zu früh.

Die Schüler  von zehn  bis achtzehn sind zusammen in der gleichen Schule.

Es gibt Bier und Bretzn, überall.

Die Deutschen sind so stolz auf ihr Land.

Die Preise im Cafe sind so hoch.

Die Grösse von der Stadt.

Die Leute ziehen die bayrischen Trachten an, um auszugehen.

Die Stadt ist flach.

Es gibt viele verschiedene Brote.

Sarah Sauter und Angela Vukovic